Aktuelles
28.06.2011
Motordrosseln der besondern Art
Ein Frequenzumrichter (FU) generiert ausgangsseitig steile Spannungsflanken. Um diese zu dämpfen verwendet man Drosseln, die zwischen FU und Motor geschaltet werden.
Die Wagner + Grimm AG, Spezialist für solche Produkte wurde beauftragt, solche Drosseln für ein aussergewöhnliches Umfeld herzustellen.
Drei Drosseln mit unterschiedlicher Induktivität, aber alle mit Nennstrom 2300 A müssen in ein 900er Feld (Breite des Schaltschrankes in mm) passen.
Auf den ersten Blick ist das kein besonderes Problem. Bei genauer Betrachtung erkennt man aber eine gravierende Einschränkung: Bei diesem Strom sind Zuleitungen mit grossen Querschnitten von Nöten, der Anschluss an der Drossel ist nur mit Kupferschienen zu realisieren, auch diese brauchen dem Strom entsprechenden Querschnitt.
„Verdrahtet“ werden die Drosseln mit drei Litzen à 240mm2 – pro Phase versteht sich. Für eine Drossel also 18 solcher Litzen. Sie müssen nach der Montage der Drosseln im Schrank auch noch angeschlossen werden können. Die Konstruktion der Drosseln stellt hohe Anforderungen an eine optimale Ausnützung der Raumverhältnisse.
Kupferschienen mit Querschnitt 1500mm2 mussten so abgewinkelt und um die Drosseln herum gewunden werden, dass genügend Platz für die Litzen bleibt.
Die Drosseln werden übereinander in den Schrank eingebaut. Auf der „oberen Etage“ müssen zwei Drosseln angeordnet werden können.
Die Dimensionierung der Drosseln muss allen diesen Anforderungen gerecht werden.
Hier konnte die Wagner + Grimm AG in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden eine gute Lösung finden. (siehe untenstehendes Bild!)
WAGNER + GRIMM AG
Rolf Balsiger
Technischer Sachbearbeiter
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09.09.2010
Eine „kleine“ Spezialität
Wie die Säulen eines römischen Tempelbaus ragen die Spulen der Umschwingdrossel empor, um oben von einer Jochspule überdacht zu werden...“
Die Drossel ist für ein Labor bestimmt, in welchem Bauteile auf grosse Stossströme getestet werden. Die Stossströme können bis 100'000 A betragen. Um sie zu erzeugen werden gewaltige Kondensatorenbänke auf über 2000 V aufgeladen, und anschliessend über den Prüfling entladen. Damit der Stromimpuls sinusförmig verläuft, wird eine Drossel in Reihe geschaltet. Es entsteht ein Schwingkreis. Nach einer Halbschwingung des Stromes unterbricht man den Stromkreis. Die Prüfung ist somit abgeschlossen, und die Kondensatoren sind nun negativ geladen. Um die Energie in den Kondensatoren möglichst gut für den nächsten Test zu erhalten, wird der Vorgang rückwärts wiederholt. Allerdings nun über die Umschwingspule, die so dimensioniert ist, dass trotz mechanischen Randbedingungen möglichst viel Energie mit positiver Polarität wieder zurück in die Kondensatoren gespeichert wird. Man lässt also die elektrische Energie über die „Umschwingdrossel“ umschwingen.
Durch die hohen Ströme entstehen gewaltige Kräfte, die es bei der Konstruktion zu berücksichtigen galt. Auf den ersten Blick nicht sehr aussergewöhnlich, entpuppte sich diese Problematik doch als echte Knacknuss, da durch die kurzen heftigen Impulse die dynamischen Eigenschaften der Statik stark an Bedeutung gewannen. Zum Beispiel hat uns die Massenträgheit dabei geholfen, die ganz kurzen Impulse besser zu überwinden als längere.
Daneben erzeugen die grossen Ströme auch entsprechende Magnetfelder in den Spulen. Diese sind für Geräte in der Umgebung nicht sehr angenehm. Um diesem Effekt entgegenzuwirken, wurden die Spulen so angeordnet, dass das Magnetfeld auf eine Kreisbahn gezwungen wird. Das verleiht der Drossel ihr aussergewöhnliches Aussehen.
Die Firma Wagner + Grimm dankt dem Kunden für die gute Zusammenarbeit und ist offen für neue Herausforderungen und Spezialitäten.
01.01.2010
Die Wagner + Grimm AG im Wandel!
Die Wagner + Grimm AG hat sich in den letzten sechs Monaten einem strukturellen Wandel unterzogen. Am 1. Dezember 2009 wurde die HumanTec Swiss AG gegründet. Die HumanTec Swiss AG ist aus dem Montagecenter Kamate der Firma Wagner + Grimm AG entstanden. Die HumanTec Swiss AG beschäftigt sich mit der Entwicklung, Herstellung sowie dem Vertrieb von und Handel mit Lifestyle- und Medizinalprodukten. Durch diesen Schritt konnten neue potenzielle Märkte und Kunden akquiriert werden.
Am 1. März 2010 wurden Felix Mächler Technischer Leiter, Daniel Grimm Produktionsleiter und Raphael Fuchs Leiter Administration zu stellvertretenden Geschäftsleitern der Wagner+ Grimm AG ernannt. Die drei motivierten jungen Herren werden Bernhard Burri und Marcel Wagner tatkräftig zur Seite stehen und die Geschäftsaktivitäten der Wagner + Grimm AG aktiv mitgestalten.
Am 31. März 2010 wurde die Firma Wagner + Burri Management AG gegründet.
Die Wagner + Burri Management AG mit dem Firmensitz in Luzern übernimmt Führungs- und Managementaktivitäten über die ganze Gruppe.
Mit diesen Schritten haben wir die Basis gelegt für ein weiteres erfolgreiches Fortbestehen der Muttergesellschaft Wagner + Burri Management AG sowie den beiden Töchtern, Wagner + Grimm AG und HumanTec Swiss AG.
Erfolgreiche Geschäfte wünschen Ihnen
Bernhard Burri & Marcel Wagner
